Vorsorge-Lexikon

Vorbezug für Wohneigentum (WEF)

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Zum Erwerb und zur Erstellung von Wohneigentum hat die versicherte Person die Möglichkeit, das Altersguthaben in Form eines Vorbezugs für Wohneigentum zu nutzen. Ein Vorbezug ist alle fünf Jahre, ab einem Mindestbetrag von CHF 20'000.00 und bis spätestens 3 Jahre vor der ordentlichen Pensionierung möglich.

Der vorbezogene Betrag kann nur für selbstgenutztes Wohneigentum eingesetzt werden, d.h. Zweitwohnung und ein Ferienhaus können nicht finanziert werden.

Die Eintragung im Grundbuch ist zwingend und wird durch die Pensionskasse durchgeführt.

Bei verheirateten Personen muss der Ehegatte mittels beglaubigter Unterschrift zustimmen.

Bis zum Alter 50 kann ein Versicherter einen Betrag bis maximal zur Höhe seines Altersguthabens vorbeziehen. Danach darf höchstens der grössere der folgenden Beträge bezogen werden:

  1. die Freizügigkeitsleistung im Alter 50 abzüglich der Vorbezüge ab Alter 50
  2. die Hälfte der Differenz der Freizügigkeitsleistung im Zeitpunkt des Bezuges und aller Vorbezüge.

Je nach Pensionskasse verringern sich auch die Todesfall- und Invaliditätsleistungen. Hier muss die Pensionskasse den Versicherten informieren, wie er die Lücke im Vorsorgeschutz schliessen kann.

Vorbezug oder Verpfändung?
Nach einem Vorbezug dürfen sich die Versicherten nicht mehr in die Pensionskasse einkaufen. Ausser sie stehen drei Jahre vor der Pensionierung oder möchten nach einer Scheidung ihr reduziertes Vorsorgekapital auffüllen. Sobald der Versicherte den Vorbezug vollständig zurückbezahlt hat, kann er sich wieder in die berufliche Vorsorge einkaufen.

Vorbezug ist vorteilhafter als Verpfändung
Dank dem Vorbezug von Pensionskassengeld wird für viele Versicherte der Traum vom Eigenheim Wirklichkeit. Der Vorbezug reduziert zwar die Altersrente, doch im Sinne einer ganzheitlichen Altersvorsorge kann man ausfinanziertes Wohneigentum ebenso dazuzählen.

Wie kann ich Steuern optimieren?
Der Vorbezug bringt Steuervorteile bei der Rückzahlung von Hypotheken: Dazu kauft sich der Versicherte zuerst in die Pensionskasse ein. Damit reduziert er sein steuerbares Einkommen. Später finanziert er mit dem Einkauf seine Hypothek indem er einen Vorbezug für Wohneigentum tätigt.


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