Vorsorge-Lexikon

Selbstständigkeit

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Der Anschluss an eine Pensionskasse ermöglicht den Selbständigerwerbenden Einkäufe in die berufliche Vorsorge. So können sie die Beitragslücken schliessen, die oft am Beginn der Selbständigkeit entstehen. Denn gerade in der Gründungs- und Aufbauphase werden die vorhandenen Mittel meist in den Betrieb und nicht in die Altersvorsorge investiert. Selbständigerwerbende die ihr Einkaufspotenzial nützen, bessern nicht nur ihre Vorsorge auf. Sie sparen auch Steuern. Denn die Einkäufe in die berufliche Vorsorge können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden.

Neuerdings eröffnen Einkäufe in die berufliche Vorsorge ein weiteres Einsparpotenzial. Selbständigerwerbende können sie zu 50 % von ihren AHV-pflichtigen Einkommen abziehen. Nach einem Bundesgerichtsurteil aus dem Jahre 2008 reduziert sich das AHV-pflichtige Einkommen um 50 % der Einkaufssumme. Dazu ein Beispiel: Ein Einkauf von 100'000 Franken vermindert das AHV-pflichtige Einkommen eines Versicherten um 50'000 Franken. So erspart er sich 9.5 % AHV-Beiträge auf 50'000 Franken. Dies entspricht 4'750 Franken oder auf den gesamten Einkaufsbetrag berechnet beinahe 5 %.

Diese neue Praxis gilt für alle Beitragsjahre die noch nicht rechtskräftig verfügt wurden. Aus den Zahlen, welche die Steuerverwaltungen den AHV-Ausgleichskassen melden, gehen Pensionskasseneinkäufe nicht hervor. Deshalb lohnt es sich für Selbständigerwerbende künftig ihre AHV-Beitragsverfügungen genau unter die Lupe zu nehmen.


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